Hormonelle Störungen/Testosteronmangel

Testosteron ist als männliches Sexualhormon von entscheidender Bedeutung nicht nur in Bezug auf sexuelle Lust und Potenz, sondern hat auch Einfluss auf viele weitere Faktoren, wie eine männlich ausgeprägte Muskelbildung, Lebensenergie und Gedächtnisleistung um nur einige wenige zu nennen.

Mit zunehmendem Alter des Mannes nimmt das Serumtestosteron ab. Fälschlicherweise werden für das klinische Bild dieses Mangelzustands häufig Begriffe wie „Andropause“ oder „Klimakterium virile“ verwendet. Beim Mann nehmen diese Veränderungen jedoch langsam und schleichend ein und es ist auch bei Weitem nicht jeder betroffen (ca. 20%). Treffender ist sich der in Fachkreisen verwendete Begriff PADAM „Partielles Androgendefizienz-syndrom beim Alternden Mann“.


Die Symptome reichen von Libidoverlust und Verschlechterung der Erektilität, teilweise auch der nächtlichen Erektionen, über Psychische Veränderungen mit begleitender Abnahme der physischen und intellektuellen Aktivität, Abgeschlafftsein, Depression und zunehmende Reizbarkeit bis hin zu Anämie, Verminderung der Muskelmasse und der Leistungsfähigkeit und Zunahme des viszeralen Fettes. Hinzu können Anämie (Blutarmut), Abnahme der Körperbehaarung und schlechte Knochenmineralisation kommen.
Die Abklärung erfolgt, neben einer genauen körperlichen Untersuchung, durch Blutlaborabnahme, Hodenultraschall und ausführliches Patientengespräch zur Erhebung der Beschwerden.
Patienten, bei denen die Befunde entsprechende Ergebnise zu Tage bringen, kann durch heute verfügbare Medikamentöse Therapie (Depotspritzen, Testosterongel, Pflaster) in Verbindung mit Änderung der Lebensgewohnheiten (Gewichtsreduktion, Sport) sehr gut und langfristig geholfen werden.

Seltenere Erkrankungen die mit hormonellen Störungen einhergehen, wie zum Beispiel der idiopathische hypogonadale Hypogonadismus, das Kallmannsyndrom oder das Klinefelter Syndrom bedürfen einer eingehenderen Untersuchung und unter Umständen komplexeren Therapieform